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FILMGENUSS
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3,0
Veröffentlicht am 25. März 2019
NEHMEN WAS MAN KRIEGEN KANN
Da gibt es dieses Abenteuer-Brettspiel, es nennt sich Drachenhort. Da ziehst du als mittelalterlicher Krieger durch ein Labyrinth, in dessen Zentrum sich der Hort des Drachens befindet. Ähnlich wie Dungeons & Dragons, habe ich aber noch nie gespielt. Beim Drachenhort, da kannst du, wenn der Drache schläft, Schätze raffen. Und das kannst du immer wieder tun, bis der Drache dann doch erwacht – und du alles verlierst. Die Gier war in diesem Fall ein Hund, beim nächsten Mal wird dein Vorgehen womöglich weiser und leiser sein. Wenn es denn ein nächstes Mal gibt. Beim Brettspiel lässt sich das bewerkstelligen. Im simulierten Leben eines Filmes zwar auch, aber das hängt ganz davon ab, ob wir einen Groundhog Day haben oder es Kohle für ein Reboot gibt. In Triple Frontier steht beides nicht zur Wahl. Da müssen die fünf Söldner, darunter Ben Affleck, Oscar Isaac und Charlie Hunnam, sofort die richtige Entscheidung treffen – und vielleicht ihre Gier zügeln, bevor der schnaufende Riese erwacht. Ich könnte hier jetzt noch andere Sprichwörter bemühen, welche die neue Netflix-Produktion in einer abschließenden Moralpredigt auf einen Einzeiler reduzieren. Aber das würde vielleicht zu viel über den Film verraten. Obwohl sehr bald absehbar wird, wohin der ganze Einsatz führen wird.
Einfach weiterlesen auf FILMGENUSS unter https://filmgenuss.com/2019/03/25/triple-frontier/
"Triple Frontier" ist gut besetzt, weist Spannung auf und ist wunderschön bebildert. Der Film ist handwerklich perfekt und der Erzählrhythmus und der Spannungsbogen sind ebenfalls sehr gut, sodass nie Langeweile auftaucht. Es hat diese gewisse sehr starke Szene gefehlt um an sie 8 von 10 zu kommen, aber dennoch ein Film dem ich jedem empfehlen kann, der nur ansatzweise Interesse hat.
Als ich den Plot las dachte ich es wäre eine Neuverfilmung von „Three Kings“: ein paar Soldaten ziehen auf eigene Faust los um sich zu bereichern. Allerdings bleibt „Triple Frontier“ bei diesem Thema: die Figuren sind knallharte, geldgeile Säcke die rücksichtslos und ohne Gefühl vorgehen und das Letzte was man erwarten kann ist daß sie Anteil an dem nehmen was sie anrichten. Daß ist auch meine größte Schwäche am Film: uninteressante Figuren, auch wenn sie von populären und „attraktiven“ Gesichtern gespielt werden, das reicht zwar für passable Spannung, aber nicht für wirkliches Mitfiebern. Auf diesem Level, als knallharter Männerfilm ist aber sonst alles solide: Action und Aufwand sind immens, wohl weil dies mal fürs Kino gedacht war, ebenso gibt es manchen guten Twist. Trotzdem: gehobenes Streaminglevel, aber nicht zwangsläufig ein guter Film.
Fazit: Actionreich und aufwendig gemacht, aber mit herzlosen und teils unangenehmen Figuren!
Ich finde, Triple Frontier ist ein klasse Film geworden. Schlechte Film hat Ben Affleck selten und das ist auch dieses Mal der Fall.
Es beginnt mit dem Handwerklichen: Die Aufnahmen, Landschaften sowie Bildqualität sind im wahrsten Sinne des Wortes hervorragend. Solch tolle Bilder sieht man nicht häufig.
Es geht weiter mit der Handlung, welche genrebedingt natürlich keine Meisterleistung ist, aber weit entfernt von Stumpf oder simpel. Einige Wendungen sind naturgemäß weniger sinnvoll als andere. Die Spannung muss irgendwo her kommen.
Die Schauspieler machen ihren Job erwartungsgemäß hochwertig und als Krönung des Ganzen der perfekt ausgewählte soundtrack, welcher bei mir genau die richtigen Knöpfe drückt.
Ben, wieder mal alles richtig gemacht. Triple Frontier sticht ganz klar aus der Masse der Netflix Filme hervor. Einfach ein top Film.