Wonder Woman
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Kinobengel
Kinobengel

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3,5
Veröffentlicht am 22. Juni 2017
Patty Jenkins hat nach „Monster“ (2003) ihren zweiten Kinofilm geschaffen.

Diana (Lilly Aspell, Emily Carey, Gal Gadot) wächst als Amazone auf ihrer Heimatinsel Themyscira zu einer Kriegerin heran. Als sie den Kampfpiloten Steve Trevor (Chris Pine) vor dem Ertrinken rettet, hat sie zum ersten Mal einen Mann vor sich. Dieser erzählt ihr von den Gräueln des noch andauernden Ersten Weltkrieges. Diana vermutet darin das Werk des Kriegsgottes Ares und entschließt sich, Trevor zu begleiten und dem Bösen ein Ende zu setzen.

Eine Superheldin aus der DC-Comic-Schmiede dürfen die Kinogänger in bewegten Bildern bewundern. Es ist schwer, gegen die Marvel-Übermacht anzukämpfen. Doch mit „Wonder Woman“ ist etwas Ebenbürtiges gelungen.

Der erste Eindruck (2D-Vorführung) ist noch nicht überzeugend: die Farbgebung ist gewöhnungsbedürftig, die CGI-Welt Themyscira sieht in der Totalen arg künstlich aus, während die Figuren und deren unmittelbare Umgebung real getüncht erscheinen. Das liegt nicht in der Comic-Vorlage begründet und ist technisch erheblich besser zu bewerkstelligen. Die Kamera steht mindestens auf der Amazoneninsel nicht immer günstig. Director of Photography Matthew Jensen, der hauptsächlich für TV-Serien gefilmt hat (z.B „Game of Thrones“) hätte aufwändiger arbeiten dürfen. Auch das Wahrheitslasso ist optisch nicht der Hit. Welche Freiheiten Jensen hatte, bleibt ein Rätsel. Beachtlich im vorderen Abschnitt: Robin Wright als Generalin Antiope. Weitere Entschädigung gibt es mit ansehnlich gefilmten und geschnittenen Kampfszenen, die besonders in der plötzlich ein- und aussetzenden Slow Motion gefallen, um die Heldin in Aktion ganz genau betrachten zu können. Leider sind die 3D-Layer zeitweise überdeutlich zu sehen. Bei Walt Disney’s Schneewittchen in den 1930ern wurde eine Layertechnik angewandt, um dem 2D-Bild etwas Räumliches zu geben, aber für „Wonder Woman“ 2017 ist das einfach nur leider, leider, leider. Mit stereoskopischen Kameras wäre das nicht passiert. Der Film soll 149 Mio $ gekostet haben. Vielleicht war die Kohle vor der 3D-Konvertierung fast alle.

Männerüberzahl im Kino, war klar. Gal Gadot verkörpert die gereifte, kugelsichere Amazone. Obwohl die Story einiges Emotionales zu bieten hat, scheint die Mimik der hübschen Israelin nur zwischen angestrengt böse und lieb changieren zu können. Ähnliches gilt für Chris Pine, der schauspielerisch etwas besser dasteht. Das Produktionsteam um das unmerklich 140 Minuten dauernde Kunstwerk hat Action und Humor vorgeschoben, um das Publikum zu unterhalten. Auch hervorragende Schauspieler haben in einem rasant erzählten, aktionsgeladenen Plot nur wenig Gelegenheit, sich ihrem Niveau gemäß zu entfalten.

Die einfallsreiche Story, die Figurenzeichnung, der trockene Verbalhumor und die reichhaltigen sowie beeindruckend gestalteten Actionszenen helfen über viele Unebenheiten hinweg. Diana und Steve können in der Regel nicht die Tiefe der Protagonisten von Dramen erreichen. Als Ausnahme darf z.B. das Meisterwerk „Watchmen“ von Zack Snyder in Augenschein genommen werden.
Der Diana reichen Unbeholfenheit in der Welt außerhalb Themysciras, der Glauben an das Gute im Menschen und ihre Entschlossenheit, um eine sympathische Heldin abzugeben. Ihr Umgang mit Steve, der als Soldat das Zusammentreffen der Superheldin mit der Männerwelt des frühen 20. Jahrhunderts managen muss und den Umfang ihrer Fähigkeiten zunächst nicht kennt, sind bei allem Kriegstreiben eine nette Spaßspielwiese wie sie z.B. in „Thor“ zu finden ist. Mit der ständig im Fluss gehaltenen, turbulenten Geschichte und der treffsicheren Verwebung der humorvollen Dialoge ist „Wonder Woman“ dem vorgenannten Film jedoch weit überlegen.
Die Auseinandersetzung mit Zwischengegnern und dem scheinbar übermächtigen Endgegner bedeutet für den Film das genretypische Finale, welches richtig viel Radau und eine wichtige Wendung beinhaltet.

Hat ein erfolgreicher Kampf gegen Ares eine Auswirkung oder liegt das Böse - wie es Steve vermutet - ohne Gotteseinwirkung festverankert im Menschen? Eine Glaubensangelegenheit für Fantasyfans.

„Wonder Woman“ ist kein rundum gelungenes, aber letztendlich ein ausgiebig spannendes und freudebereitendes Kinoerlebnis.
Christoph K.
Christoph K.

169 Follower 322 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 18. Juni 2017
Für eine Superhelden-Geschichte hat "WonderWoman" erfreulich viel Herz und Realitätssinn. Gerade die fröhliche Naivität der Superheldin bezüglich den Schwächen der Menschheit, wirkt sehr erfrischend neu. Auch spielen alle sehr ernsthaft/glaubhaft. Super geraten sind auch die Actionszenen (super gemacht in Zeitlupe). Ich hatte sehr große Bedenken hinsichtlich des Films (steh nicht so auf Comic-Verfilmungen). Aber die Story/Schauspieler sind einfach spitze.
Alex M
Alex M

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4,5
Veröffentlicht am 30. Juni 2017
Eine Offenbarung seitens DC in jeder Hinsicht. Gal Garbot gibt als Wonder Woman den Comic-Helden die nötig Achtung und Ehre zurück. Unverschämt unterhaltsame wie bedrückende und spannende 2 Stunden Comic-Kino vom feinsten. 9/10
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 17. Juni 2017
Der Film war super und hatte viele spannende und mitreißende Szenen zum Ende hin wurde er sogar sehr traurig
TheAce
TheAce

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4,0
Veröffentlicht am 17. Juni 2017
Der beste DCEU Film, Gal Gadot und Chris Pine sind wunderbar und Patty Jenkins Regiearbeit wirklich stark.
Einzigst die letzte halbe Stunde hindert mich daran, 5 Sterne zu geben: Dort folgt nämlich ein Klischee dem nächsten, vor allem was die Steve Storyline angeht. Der Bösewicht verschwindet während des Endkampfes immer dann wenn es grade ins Drehbuch Passt und demonstriert mal die absolute Stärke, dann hat Wonder Woman auf einmal doch wieder eine Chance. Generell gab es zum Schluss einen vorhersehbaren, aber vollkommen unnötigen Twist. Dennoch war Wonder Woman sehr unterhaltsam und der zweitbeste DC Film überhaupt. Die Hoffnung an die DC Filmwelt ist noch nicht verloren!
Movie_Master
Movie_Master

14 Follower 33 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 17. Juni 2017
Nach den coolen Auftritt aus Batman V Superman hat jetzt auch Wonder Woman ihren eigenen Solofilm. Das neu überarbeitete Intro von DC ist sehr gelungen. Der Film an sich ist stark. Endlich bekommt mal eine Superheldin ihre eigene Hauptrolle auf der großen Leinwand. WW ist Actionreich und Witzig aber was jeden DC Universe Film ausmacht, vorallem Düster. Die Slomotion in den Kampfszenen waren sehr geil. Ich hatte das gefühl als wär ich bei Leonidas und seinen tapferen 300. Was ich nicht so gut fand war der Bösewicht. Am Ende hat der Film mich noch retten können, aber ich hätte mir coolere Schurken gewünscht. Gucken ob in Wonder Woman2 Circe und Trigon auftreten werden. Bin auf weitere Solofilme von der Justice League gespannt und vorallem auf den Film selbst.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 16. Juni 2017
Die Hauptdarsteller:

Ex Soldatin Gal Gadot geht nun endgültig in ihrer Rolle der Diana Prince auf. Mit Charme und Präsenz verleiht sie der Superheldin Wonder Woman  schon zum zweiten Mal ein Gesicht und erzeugt mit schauspielerischer Raffinesse in ihrer Rolle eine leichte Naivität, die dafür sorgt, dass auch die kleinen Gags im Film einwandfrei funktionieren. Hollywood Schnuckel Chris Pine spielt den Geheimdienstmitarbeiter Steve Trevor wieder mit einer Lässigkeit und Coolness, die ihn schon zum perfekten Nachfolger von William Shatner in „Star Trek“ machten. Er zeigt einmal mehr, dass er nicht nur physisch alles zu bieten hat, was in Superhelden-Blockbustern benötigt wird, sondern auch ein höchst talentierter Mime ist. Auch Danny Huston ist ebenfalls sehr gut gecastet, da seine abgebrühte Art zu spielen und sein berühmtes, wölfisches „Jack Nicholson“ Grinsen, perfekt zum Charakter des deutschen General Ludendorff passen. Der alteingesessene Hollywoodstar David Thewlis bringt für seine Rolle als Sir Patrick Morgan einen guten Mix aus Routine und Charisma mit, schafft es an den richtigen Stellen aber trotzdem, das die Zuschauer sein sympathisches Gesicht einfach auch mal nicht mögen. Zwei der wichtigsten Nebendarsteller übernehmen exakte Kopien von Rollen, welche wir von ihnen schon in anderen Filmen gesehen haben. Zum Einen Ewen Bremner in der Rolle des Scharfschützen Charlie, bei dem es scheint, man hätte ihn 1:1 aus dem Film „Pearl Harbor“ geholt und zum Anderen Said Taghmaoui, welchen wir 2011 schon genauso an der Seite von Jason Momoa in „Conan“ gesehen haben. Das tut dem ganzen aber keinen Abbruch, da beide routinierte, gewitzte Schauspieler sind und sehr gut in die Truppe passen.
 
Der Film:

Es stellte sich bisher die Frage, wo im DC Extended Universe der Wurm drin ist, der dafür sorgte, dass es nicht so recht zünden will. Nun scheint die Frage beantwortet, was benötigt wurde – weibliche Raffinesse. Regisseurin Patty Jenkins schafft mit viel Fingerspitzengefühl und dem sehr guten Drehbuch von Jason Fuchs und William M. Marston das, was DCEU Mastermind Zack Snyder bisher nicht wirklich gelungen ist, denn „Wonder Woman“ ist richtig, richtig gut. War es beim ersten Auftritt von Gal Gadot als Diana Prince in „Batman vs Superman“ noch schwieriger sie einzuordnen und mit dem Charakter umzugehen, bekommen wir hier ihre persönliche Geschichte präsentiert. Regisseurin Jenkins nimmt sich Zeit um uns die Beweggründe hinter dem Handeln von Diana Prince zu erklären und verleiht so dem Charakter die benötigte Tiefe. Es wird sich speziell auf die Person konzentriert und nicht nur auf das Vorantreiben der „Justice League“. Der Appetit auf die Avengers des DC Universe wird natürlich geschürt, jedoch steht dies nie im Vordergrund und wird nicht zur Priorität. Auch geht „Wonder Woman“ mit viel mehr Feinheit an den Start als seine bisherigen DCEU Kollegen und findet eine fantastische Mixtur aus dosiert verabreichten, wieder bombastischen Effekten und Handlung. Dabei entsteht eine Struktur, die immer wieder Ruhe ins Geschehen bringt und die Geschichte weitererzählt, bevor die nächste Ladung gezündet wird. Somit entsteht keine Reizüberflutung und wir bekommen immer wieder sogar einen Moment zum nachdenken. Das Setting in den Gräueln des ersten Weltkriegs ist gut gewählt, da hier zum Einen der Wille der Prinzessin Diana - der Menschheit helfen zu wollen - voll und ganz nachvollzogen werden kann, zum Anderen bekommen die wirklich Hilflosen, in diesem hauptsächlich am Boden gekämpften Krieg, ein Gesicht. Ist es doch in Superheldenfilmen immer wieder ein schweres Thema, dem Tun des Helden einen Sinn zu verleihen und die schwachen zu personifizieren - dies gelingt hier in den Einstellungen mit zivilen Dörfern sehr gut. Eines der am besten funktionierenden Details an dem Streifen ist jedoch das Hauptdarstellerpärchen. Selten funktioniert die Chemie zwischen männlicher und weiblicher Hauptrolle so gut wie bei Gal Gadot und Chris Pine. Die kleinen Dispute zwischen den beiden und auch die naive Comedy, die sehr überlegt und dosiert verabreicht wird, könnte ohne die passenden Darsteller sehr schnell ins lächerliche driften, doch hier funktioniert alles. Dies ist mit ein Grund dafür, dass die sehr stolzen 141 Minuten des Films wie im Flug vergehen und die Handlung über die volle Laufzeit kaum an Tempo verliert. Womit man sich vielleicht etwas zurückhalten hätte können, sind die heroischen Einstellungen im Slow Motion Betrieb. Hier und da verleiht diese Art der Kameraführung schon eine gewisse Wucht, jedoch kann es auch übertrieben werden, da langgezogene Bilder dieser Sorte recht schnell mit dem Klaumaukgenre assoziiert werden. So viele Nahaufnahmen in „Slo Mo“ Diana Prince auch bekommt, wird diese jedoch nicht auf ihr äußeres reduziert, was auch ganz sicher der weiblichen Regie gutzuschreiben ist. Eine Figur wie die Amazone Diana würde ansonsten wahrscheinlich sehr schnell auf das Niveau der TV Serie „Xena“ geschrumpft werden. Der größte Kritikpunkt findet sich aber in der Wahl des FSK 12, welches im DC Universe noch immer sehr gepflegt wird. Die Schlachtfelder und auch das definitiv stattfindende Sterben – das auch mannigfaltig durch die Hand der Heldin geschieht – verlieren mit durchwegs recht unblutigen Einstellungen an Intensivität und Schrecklichkeit. Ein Rating mit realistischerer Gewaltdarstellung hätte dem Treiben – insbesondere in Kombination mit dem starken Score von Rupert Gregson Williams aus der Hans Zimmer Musikschmiede Remote Control -  noch mehr an Wucht mitgegeben. Dies hätte auch dem Antrieb der Heldin, einfach nur das Richtige tun zu wollen und den Menschen zu helfen, noch mehr Gewicht verliehen und dem sehr starken Showdown noch einiges an Schärfe hinzugefügt.
 
Fazit:

Richtig gute Superheldenaction unter talentierter Regie mit gut platzierten Gags, handwerklich fein gemachten Effekten, einem brillanten Hauptdarstellerpärchen und einem gut durchdachten Drehbuch, welche zwar mit heroischer Slo Mo Optik übertreibt und von einer höheren FSK Beschränkung profitiert hätte, trotzdem aber ganz sicher einer der besten DC Filme seit Christopher Nolans „The Dark Knight“ ist.
niman7
niman7

916 Follower 616 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 15. Juni 2017
In Patty Jenkins Superhelden Actionfilm "Wonder Woman", geht es um die Vorgeschichte, der in BVS eingeführten Heldin Wonder Woman. Themysciria: in diesem Inselparadies wächst die Amazonenprinzessin Diana auf. Obwohl hier nur Frauen leben und alle starke Kriegerin sind, erlaubt es Mutter Hippolyta (Connie Nielsen) ihrer Schwester Antiope (Robin Wright) Diana nicht zu trainieren. Trotz aller Bemühungen Diana von den Kämpfen der Menschen abzuhalten, kommt der Krieg zu Diana. Der britische Spion Steve Trevor (Chris Pine) stürzt ab und Diana (jetzt Gal Gadot) rettet ihn. Von ihm erfährt sie von dem fürchterlichen Krieg (der 1. Weltkrieg) der im Rest der Welt tobt und Millionen Menschen das Leben gekostet hat. Diana, die schon immer eine Heldin sein wollte, vermutet sofort den griechischen Kriegsgott Ares dahinter. Gemeinsam mit Steve macht sie sich auf dem Weg nach London um an der Front zu kämpfen- ohne zu wissen, was dort auf sie wartet...
Obwohl Wonder Woman in BVS nur einen recht kurzen Auftritt hatte, konnte sie bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Sie fackelte nicht lange und stürzte sich mit Schwert, Schild und Peitsche auf den Feind und das mit einer der besten Hintergrundmusik Einlage, die ich je vernommen habe!
Was die Actionszenen angeht, bleibt Jenkins Znyders Vorlage treu- allerdings lässt sie ihre knapp bekleidete Kriegerin deutlich menschliche wirken als ihr Vorgänger. Die junge Diana ist recht naiv. Sie will einfach nur an die "Front" und nach dem Motto "der Schlange den Kopf abschlagen" einen ganzen Krieg beenden. Einerseits entstehen so recht amüsante Szenen (wenn Steve verzweifelt versucht ihr zu erklären, dass es eben nicht sooooo einfach ist), andererseits wird es mit der Zeit auch recht ermüdend, wenn sie immer wieder von Ares spricht. Dass der Krieg sehr schlimm war und wir Deutsche großen Mist gebaut haben ((Gasbomben), brauchen wir nicht zum umschreiben. Die naive Diana weiß allerdings noch nicht einmal was eine Uhr ist und hinterfragt dem ganzen gar nicht. Blind verschreibt sie sich der britischen Seite und stürzt sich kampfeslustig auf die bösen Deutschen. Auch wenn sie betont, dass die Menschen von Ares manipuliert werden, hätte ich mir hier eine kleine und schlüssige Diskussion gewünscht. Ansonsten macht Patty Jenkins hier sehr vieles richtig. Schönling Chris Pine an Gadots Seite zu stellen, erweißt sich hier als goldrichtig. Das Pärchen harmoniert in jeder Szene hervorragend. Einen besseren Pine gab es noch nicht! Wenn er verzweifelt versucht Diana zu erklären, wie die "Moderne Welt" funktioniert und 1918 eben Frauen eine andere Rolle als Männer spielen, dann entstehen urkomische Szenen und man kauft ihm diesen nach Hilfe schreienden Blick sofort ab! Aber auch Gadot beweißt hier, dass sie nicht nur wunderschön und sehr gut in Form ist (zieht sämtliche Blicke der Männer auf sich!), sondern auch richtig gut schauspielern kann! Eine Szene fällt hier besonders ins Gewicht: einige gut gesättigte Männer diskutieren in einem Raum über die Kapitulation Deutschlands- während wenige Kilometer dutzende unschuldige sterben. Diana regt sich lautstark auf und hält ein sehr ermutigenden Monolog über wahre Anführer. Diese Szene hat mir sehr imponiert und mich endgültig von Gadots Schauspielkunst überzeugt. Marvel wird ja stets wegen schlechten Bösewichten kritisiert. Dagegen schaffte es DC (insbesondere vor dem DCU) einige Figuren zu bringen, die mehr als im Gedächtnis bleiben. Leider trifft das hier nicht zu. Weshalb der Film etwas negativ ins Gewicht fällt. Danny Huston spielt als General Ludendorff sehr überzeugend, er hat allerdings viel zu wenig Zeit, um sich vernünftig zu profilieren. Jenkins versucht hier zwar den "Aufstieg" der Wonder Woman zu verfilmen, allerdings schafft sie es nicht ganz einen Mittelweg zwischen Aufarbeitung bzw. Entstehung einer Heldin und dem Dasein einer Heldin zu erzählen bzw. zu finden. Dagegen überzeugt sie aus optischer Sicht auf ganzer Linie. Ihr Film sieht durchweg überragend und realistisch aus. Auf Dianas Heimatinsel möchte man am liebsten Urlaub machen und wenn Dianas Mutter von der Entstehung der Amazonen erzählt, serviert sie uns eine Kurzgeschichte in Comicbildern. Hier gibt es auch einen leichten Augenzwinker an 300 von Kollege Snyder. Die Kämpfe und Schlachten sind stets dezent gestaltet und beeindrucken einen doch immer wieder. Beispielweise wenn Robin Wright (die es in nur 10 Minuten schafft einen äußerst beeindruckenden Eindruck zu hinterlassen) auf einen Schild abspringt und drei Pfeile gleichzeitig schießt. Hauptaugenmerk liegt hier selbstverständlich auf unsere Heldin. Jenkins schafft es hier perfekt einen Mittelweg zu finden. Man bekommt nie das Gefühl der Anstrengung oder dem satt sehen von WW´s Actioneinlagen. Mit dem recht überraschenden Ende punktet Jankins auch nochmal schön. Auch wenn Hans Zimmer hier nicht mehr für die Musik zuständig ist, ist man auch hier der Linie treu geblieben und bietet einige rockige Klänge. Wobei ich hier die WW Begleitmusik aus BVS gerne öfter gehört hätte. Die Kameraarbeit ist ebenfalls gelungen. Trotz den sehr schnellen Bildern wirkt sie nie wackelig oder zu nah am Geschehen. Sie umgart Gadot und lässt immer wieder eine ideale Übersicht zurück.
FAZIT: Jenkyns Film hat so seine Macken (dünner Bösewicht, zu naive Diana und hätte 20 Minuten kürzer ausfallen können), dafür schafft sie es in vielen Bereichen einen idealen Mittelweg zu finden. Zwischen Humor und Actioneinlagen, WW Kräfte oder dem Einsatz von CGI. Das Paar Gadot/Pine überzeugt auf ganzer Linie und beide beweisen hier eindrucksvoll, dass sie nicht nur verdammt gut aussehen.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

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3,5
Veröffentlicht am 15. Juni 2017
Runde 4 in Dcs Versuch ein Marvel ähnliches Filmuniversum aufzubauen – und die Kritiker feiern es. Gemessen an den drei bisherigen Titeln kann dieser hier sehr wohl bestehen obwohl er eigentlich eine pure und reine Origin Story erzählt die man ohnehin nicht braucht da Wonder Woman bereits bei „Batman vs. Superman“ vorkam und dort ausreichend aufgebaut wurde. So hat man 140 Minuten Rückblende, sieht ihre Ursprünge und ihre ersten Schritte in die für sie fremde Menschenwelt. Das führt zu einer recht einfachen Fish out of Water Story in der viel auf Comedy gesetzt wird was bemerkenswert gut funktioniert: mehrere Comic Relief Charaktere liefern für Schmunzler ohne aber zu nerven. Und Gald Gadot ist ungemein markant in der Rolle und wird sicherlich ein großartiges Aushängeschild für die Figur. Trotzdem hat der Film auch einige Schwächen: die Schurken sind unspannend und bleich und der Look ist meistens ungemein düster und dreckig. Noch schlimmer sind endlos viele Szenen die in künstlich aussehenden CGI Umgebungen spielen und eine endlose Dauerverwendung von Zeitlupen. Schlecht ist der Film so nicht und trotz seiner Lauflänge relativ kurzweilig, trotzdem wird DC damit weiterhin nicht an Marvel anschließen können.

Fazit: Kraftvolle Heldin und passender Humor, aber schwerer CGI Bombast dagegen!
komet
komet

85 Follower 179 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 15. Juni 2017
mein erster gedanke bei "wonderwoman" war: "es kann so einfach sein, einen guten film zu machen." natürlich ist es in wahrheit dann doch nicht so einfach, aber bei "wonderwoman" sieht es sehr einfach aus, weil sehr viele sachen einfach stimmen und fast perfekt dosiert sind. action, humor, handlung, zeitlicher ablauf. kaum unnötige oder unnötig in die länge gezogene szenen. - - - - - - - - - - und mit "action" ist hier dann auch richtige action gemeint und nicht dieses weichei-rumgeschubse aus den marvel filmen. stellenweise erinnert der film schon fast ein bischen an "das dreckige dutzend" (auch wenn´s der andere WK war). die ersten kampfszenen sind kurz, aber knackig. ausserdem wird hier sehr gut gezeigt, dass man keine dimensionslöcher mit aliens oder fliegende flugzeugträger braucht, um einen guten superhelden-film zu machen. - - - - - - - - - - - der film ist zu 90 prozent sehr geerdet, konzentriert sich auf das wesentliche und liefert gut voranschreitende handlung und solide action ab. und die anderen 10 prozent? die bestehen darin, dass die story am anfang und in der mitte irgendwie doch etwas zu einfach ist ( spoiler: wonderwoman will zum krieg und da einen deutschen general töten
) und am ende die action dafür aber ein bischen übertrieben daher kommt.
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