Der Gott des Gemetzels
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Joel4
Joel4

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4,5
Veröffentlicht am 16. Januar 2016
Mit der Verfilmung des Theaterstücks "Le Dieu du Carnage" hat Roman Polanski ganze Arbeit geleistet. Die simple Ausgangssituation, ein Treffen zweier Elternpaare, die einen Schulvorfall zivilisiert klären wollen, entwickelt sich zu einem extrem unterhaltsamen Filmvergnügen, bei dem sowohl die Gagdichte, als auch die darstellerischen Leistungen herausragen.
Es erweißt sich hier als unglaubliches Vergnügen, den Figuren zu zusehen, wie sie vergeblich versuchen, den zivilen Ton beizubehalten und sich nicht vom Hass verschlingen zu lassen. Gerade Christoph Waltz und Jodie Foster sind eine schiere Augenweite. Mit welcher selbstgefälligen Arroganz und Überlegenheit Waltz seinen Charakter anlegt und dabei auf Jodies Fosters unnachgiebige Person trifft ist ein großes Vergnügen. Auch Kate Winslet und John C. Reilly glänzen in ihren Rollen, kommen jedoch nicht an Waltz und Foster heran.
Die zunehmende Demaskierung der Charaktere lässt den Film kein bisschen langweilig werden. Gerade der Versuch der Figuren, wieder zurück zur Höflichkeit zu kehren, aber diese Vorsätze nach wenigen Sätzen später wieder über Bord zu werfen, ist faszinierend. Dann fällt die Maske der Freundlichkeit erneut und die Boshaftigkeit kehrt zurück. Ein weiterer Reizpunkt der Handlung ist die dauerhafte Veränderung der Fronten, bei der sich plötzlich auch die Geschlechter gegenüberstehen.
Die nur 76 Minuten des Films sind hier zudem sehr gut gewählt. Die Filmzeit vergeht zwar wie im Flug, jedoch wäre bei längerer Laufzeit das Aufrechterhalten der Gagdichte ebenso schwierig geworden wie eine weitere Fokussierung auf nur vier Charaktere.

Fazit: Insgesamt ist der Gott des Gemetzels eine brillante Gesellschaftssatire mit starken Darstellern, dass einen bestens unterhalten zurücklässt.
TheAce
TheAce

6 Follower 32 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 29. Januar 2015
Dieser Film lebt eindeutig von seinen starken Darstellern, mehr hat er leider nicht zu bieten. Die vier Schauspieler zeigen mit einem sehr guten Mimikspiel, wie eine Belanglosigkeit zum Krieg zwischen zwei Familien werden kann. Auch das Drehbuch ist okay, zwar sehr sehr dialoglastig und ohne wirkliche Spannung, aber ab und zu durchaus interessant.
Das Hauptproblem des Films ist es jedoch, dass er es einfach nicht schafft, das Theaterstück überzeugend in einen Film zu bringen. Natürlich ist es bei solchen Verfilmungen immer schwer, einen spannenden Film zu erzeugen, der mit Atmosphäre und Szenen, die man gerne verfolgt, punktet. "Endstation Sehnsucht" oder "Die Katze auf dem heißen Blechdach" sind positive Beispiele dafür, "Der Gott des Gemetzels" ein Negatives. Der Film schafft es selbst bei einer Laufzeit von nur 79 Minuten nicht, langweilige Stellen zu vermeiden. Im Gegenteil, sie häufen sich sogar. Dies liegt an der fehlenden Spannung und der fehlenden Weite der Story. Dazu ist der Film kein bisschen lustig, was ich eigentlich erwartet hätte. Schade, dass die guten Schauspieler diesen Film nicht retten konnten. Es lohnt sich nämlich höchstens wegen ihnen, den Film zu gucken.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 11. Januar 2015
Wortgefecht de Luxe. Wie die Menschen anfangen über Kleinigkeiten Krieg zu führen. Genial !
Cursha
Cursha

7.433 Follower 1.059 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 31. März 2015
Ein starkes Dialogwerk mit fantastischen Darstellern. Mit viel Witz bringt Polanski dieses Werk in Scene und lässt die gesamte Geschichte in einem Haus spielen. Sehr sehenswert.
rock_soul
rock_soul

20 Follower 125 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 30. Juli 2014
sehr reduzierter Film, der einzig von den Darstellern lebt die einen tolen Job machen. So abgedreht dieses Treffen läuft, man kauft es ihnen ab. Aber sicher nicht jedermanns sache.
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 21. Juli 2014
Großartige Schauspieler in einer wundervollen Stadt. Das war es dann aber auch schon. 79 Minuten reine Gespräche zwischen zwei Paaren in einem Wohnzimmer. Mehr (außer dem kurzen Konflikt der Kinder zu Beginn vor der Skyline Manhattans) ist den ganzen Film nicht zu sehen. Zwischendurch immer mal wieder unterbrechende Telefonate der Ehemänner. Ein paar sehr wenige Dialoge waren so, dass man ein wenig schmunzeln konnte. Schauspieler ein wenig schmunzeln = 1 Stern
nimbus1234
nimbus1234

13 Follower 64 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 24. August 2014
Ganz ordentlich gespielt. Ich liebe Judie Foster. Aber so einen Film braucht die Welt nicht
Gringo93
Gringo93

352 Follower 429 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 11. August 2014
Fazit: Tolles Kammerspiel mit weltklasse Darstellern.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 14. November 2012
Der Film "Der Gott des Gemetzels" von Roman Polanski handelt von einem Konflikt zwischen zwei Jungen, in dem der eine dem anderen zwei Zähne ausschlägt, woraufhin sich die Eltern beider Kinder treffen, um über diesen Vorfall zu sprechen. Der Film spielt fast ausschließlich in der Wohnung der Familie Longstreet, die als Eltern des Opfers die Eltern des Täters, Familie Cowan einladen. Zunächst scheint eine schnelle Lösung des Problems ersichtlich, doch als Alan und Nancy Cowan sich nach einer scheinbaren Lösung des Konflikts durch eine Entschuldigung ihres Sohnes doch noch zu einem weiteren Kaffee einladen lassen, anstatt die Wohnung zu verlassen, wird klar, dass es in dem Film nicht nur um ein gesittetes Gespräch über die Streitigkeiten der Kinder geht, sondern sich eine immer hitzigere Diskussion um Schuld, Unschuld, das Leben der Protagonisten und deren Ehen entwickelt. Während am Anfang des Films noch ein kultiviertes und gesellschaftliches Gespräch besteht, lassen die Schauspieler im Laufe der Handlung ihre Masken fallen und offenbaren ihren Charakter und ihre wahre Einstellung zu dem Konflikt und ihrer Ehe. Der Film ist meiner Meinung nach mehr als gelungen. Der Regisseur schafft es, in einem einzigen Raum mit 4 Darstellern einen Film zu schaffen, der unsere Gesellschaft bestens widerspiegelt. Die sehr kultivierte und um Moral bemühte Penelope will anscheinend als Einzige eine Lösung des Konflikts, doch auch sie zeigt nach und nach ihr wahres Ich, indem sie die Schuld ausschließlich auf den Sohn der Cowans schiebt und sich ihrem Mann gegenüber autoritär zeigt. Ihr Mann Michael trägt dies anfangs zwar noch mit Fassung, offenbart dann aber, dass er seine Ehe und Familie als großen Fehler in seinem Leben sieht. Außerdem hält er das Treffen mit den Cowans für unnötig, da er aufgrund seiner Vergangenheit in einer Gang der Ansicht ist, dass die Kinder ihren Konflikt selbst lösen könnten. Alan, der die meiste Zeit mit einem Geschäftspartner eines Pharmakonzerns telefoniert, beteiligt sich nur wenig an der Konversation, worauf vor allem seine Frau genervt reagiert. Ihm ist sein Beruf wesentlich wichtiger als seine Familie, was auch zu einer Diskussion zwischen ihm und seiner Frau führt, die darin endet, dass sie sein Handy in eine Blumenvase wirft. Der Film ist interessant gestaltet, weil sich in der Handlung immer wieder Figuren zusammenschließen und gegeneinander argumentieren. Dies sind zum Einen die beiden Familien, aber auch zwischen Männern und Frauen bzw. zwischen allen beteiligten Personen ergeben sich immer wieder spannende Wortgefechte. Der Film spiegelt sehr gut unsere Gesellschaft wieder, weil sich deutlich verschiedene Charaktere herauskristallisieren, die zu Beginn versuchen ihr wahres Ich vor den anderen zu verstecken, doch nach und nach lassen sie ihre Masken fallen und sind auf einmal gar nicht mehr so moralisch und perfekt wie es zu Anfang schien. Man kann sich immer besser mit den Akteuren identifizieren, da auch diese ihre Fehler und schlechten Eigenschaften haben, die sie auch ausreichend zur Geltung bringen. Der Film ist zusammenfassen auf jeden Fall sehenswert und soll jeden Zuschauer zum Nachdenken über sich, sein Verhalten und das Verhalten seiner Mitmenschen anregen.
Pato18
Pato18

2.370 Follower 993 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 18. Oktober 2012
"Der Gott des Gemetzels" ist sicher kein schlechter film, aber viel abwechslung bietet dieser film nicht! das ewige diskutieren der personen nervt dann doch schon ein bisschen! lustige szenen waren aber auch dabei!
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