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Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 8. November 2021
Wer diesen Film eine schlechte Bewertung gibt, schaut sie wahrscheinlich mylittlepony an. (Bitte nicht böse aufnehmen. Diese Film hat eine packende und mitreißende Geschichte. Egal wie oft ich ihn schaue.. ich muss mir jedesmal die Tränen weg wischen. Dieser Film ist mit einer der besten Filme auf diesem Planeten.
Nach dem Kinoerfolg „Die Verurteilten“ gelang Regisseur Frank Darabont eine weitere tolle Inszenierung eines Stephen King-Bestsellers. Tom Hanks spielte alle anderen Schauspieler (bis auf Michael Clarke Duncan) gnadenlos an die Wand. Beim traurigen Schluss wurde allerdings zu sehr auf die Tränendrüse gedrückt. Dennoch: Ein ergreifendes Filmerlebnis mit sehr guten Schauspielern. Auch für Mystery-Fans empfehlenswert.
"Ich bin müde, Boss. Müde immer unterwegs zu sein, einsam und verlassen. Müde niemals einen Freund zu haben, der mir sagt, wohin wir gehen, woher wir kommen und warum. Am meisten müde bin ich, Menschen zu sehen, die hässlich zueinander sind. Der Schmerz auf der Welt und das viele Leid, das macht mich sehr müde. Es gibt Zuviel davon. Es ist als wären in meinem Kopf lauter Glasscherben.
„THE GREEN MILE“ ist großes Kino, das an den Nerven und den Tränendrüsen zerrt, manchmal etwas kitschig ist, aber durch grandiose Schauspielkunst (man denke da nur an Michael Duncan Clarke als kindlicher John Coffee, der in der schlechten Welt keinen Platz hat) einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Hier sieht man wieder einmal, dass Schauspieler einen Film ausmachen und nicht aufwendige Spezialeffekte, denn die Computereffekte in diesem Film stören fast.
1994 inszenierte Frank Darabont das brilliante Gefängnisdrama „Die Verurteilten“ mit Morgan Freeman und Tim Robbins in den Hauptrollen – basierend auf einer Kurgeschichte von Horror-Guru Stephen King. „The Green Mile“ besitzt dieselben Voraussetzungen: das Knastmotiv, wieder eine Vorlage von Stephen King und wieder Darabont fürs Drehbuch und die Regie – und mit Tom Hanks einen hervorragenden Charakterdarsteller in der Hauptrolle.Obwohl der Film aus der Feder von Stephen King stammt ist das ganze ein langsamer, sehr ruhiger Streifen ohne Explosionen, Leichenbergen und nur mit ganz wenigen Horroreffekten (Coffey speit nach jeder Wundertat einen Mückenschwarm aus). An einigen stellen blitzt sogar Komik durch; so rennt z.B. Hanks nach der Heilung seiner Blase als erstes zur Toilette und läßt selig Wasser; dann ab heim zu seiner Frau und legt erstaunliche 4-mal in einer Nacht hin …Auf der anderen Seite sind die Exekutionsszenen ultrahart und schwer verdaulich; insbesondere eine Hinrichtung die der sadistische Percy manipuliert und die dadurch länger und qualvoller wird. Getragen wird das Drama durch eine hervorragende Darstellerriege – neben Tom Hanks spielen David Morse („The Rock“, „Langoliers“); Barry Pepper („Staatsfeind Nr.1“ und außerdem einer von Hanks Truppe in „Der Soldat James Ryan“), Michael Jeter („Drop Zone“, „Picket Fences“), Graham Greene („Stirb langsam 3“) William Sadler („Bill & Ted 2“, „Stirb langsam 2“, „Die Verurteilten“) und in einem Kurzauftritt Gary Sinise („Spiel auf Zeit“, „The Stand“, Lt. Dan in „Forrest Gump“). Einziger Minuspunkt des Filmes: in einer Rahmenhandlung sehen wir, wie der greise Paul Edgecomb in einem Altenheim lebt und sich an die Zeit im Todestrakt erinnert. Diese Rahmenhandlung streckt den Film nur unnötig und gipfelt zudem in einer kitschigen und ziemlich unglaubwürdigen Schlußpointe, die dem rundherum guten Eindruck des Filmes unnötig dämpft.Fazit: Sensibles, toll gespieltes und ruhiges Märchen für Männer, bei dem trotz der 3 Stunden Länge die Zeit wie im Fluge vergeht – nur sollten Zartbesaitete bei den Exekutionen lieber wegschauen.
'The Green Mile' hat ja in Stephen Kings Werken eine gewisse Sonderstellung inne - das Buch wurde stückchenweise veröffentlicht. Aber auch vom Inhalt her gefiel mir 'The Green Mile' besonders gut. 'The Green Mile'spoiler: ist kein Horror im klassischen Sinn, sondern eine Art impressionistische, bildhafte Geschichte von spoiler: einer Art modernem 'Wunderheiler', der aber auch (hier gibt es Parallelen zur Kreuzigung Jesu) Opfer der Justiz wird. . Bei fast allen King-Verfilmungen (Ausnahmen: ganz besonders der Film hier, Die Verurteilten (vom gleichen Regisseur!), mit Abstrichen 'Friedhof der Kuscheltiere') fällt dieser atmosphärische Aspekt, der Kings gesamtes Werk auszeichnet, fast völlig unter den Tisch. Es scheint schwierig zu sein, sehr schwierig sogar, King passend zu verfilmen. Umso bemerkenswerter finde ich es, wie hervorragend das ausgerechnet beim spoiler: relativ stillen Drama 'The Green Mile' gelungen ist. Da stimmt wirklich fast alles, dieser Film ist meiner Meinung nach ein echtes Highlight. Das 'Fast' bezieht sich spoiler: auf die bemerkenswerte Side-Story mit der Maus, die im Film etwas zu kurz kommt , das bewegt den Film aber angesichts der obigen Aspekte für mich noch nicht von den 5 Punkten weg.
Ein unglaublich langweilig erzählter Film der meinen Erwartungen nach "Die Verurteilten" bei weitem nicht gerecht wurde. Ich schwimme hiermit zwar gegen den Strom, aber "The Green Mile" ist für mich, trotz des schweren Themas, von einem Kitsch überzogen, dass ich es als sehr schwer empfand dem ganzen zu folgen.