Neueste Kritiken: Der Junge muss an die frische Luft - Seite 3
Der Junge muss an die frische Luft
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Anonymer User
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Veröffentlicht am 29. Dezember 2018
Kommen gerade aus "Der Junge muss an die frische Luft" ... total schön! Und sehr traurig - das hatte ich nach dem Trailer so nicht erwartet. Seit langem mal ein richtig guter, berührender Film mit wundervoller Filmmusik. Möchte ich allen ans Herz legen, die emotionale Filme mögen.
Die ersten 80 Minuten sind geprägt von äußerst düsteren Szenen, da der gesamte Film sich ausschließlich auf einen Zeitraum von 3 Jahren bezieht kann hier von einer autobiografischen Darstellung keine Rede sein. Durchwegs äußerst flacher Humor, mit wenig Tiefe, wenn überhaupt vorhanden. In den letzten 15 Minuten des Films wird zwanghaft versucht eine positive und humorvolle Stimmung zu verbreiten, damit die Kinobesucher mit einer positiven Stimmung das Kino verlassen. Meinerseits überhaupt nicht weiterzuempfehlen, wer andererseits auf 70iger Jahre Depressionen steht kann hier uneingeschränkt genießen.
"Der Junge muss an die frische Luft" von Caroline Link ist einfach rundum gelungen und ist mir richtig ans Herz gegangen. Man vergisst sogar die nervigen Popcornraschler, Dauermurmler, Von-hinten-in-den-Sitz-Treter und Lunge-aus-dem-Leib-Huster im Publikum, weil dieser Film den Zuschauer voll und ganz aufnimmt und in das Ruhrgebiet der 70er Jahre entführt.
Und was für ein tolles Ensemble da ein Fest der Schauspielkunst zelebriert, ich bin absolut begeistert. Allen voran der kleine Julius Weckauf als Hape ist einfach ein Naturtalent. Dabei habe ich heute Morgen noch in einem Interview gelesen, dass der Kleine gar nicht unbedingt Schauspieler sein will, sondern gern Gemüse anbaut und später Bauer oder Gärtner werden will. Sympathisch ist der Junge also auch noch.
Lachen und Weinen liegen hier sehr nah beieinander und manchmal passiert auch beides gleichzeitig. Die Figuren sind allesamt so liebenswert mit ihren Eigenarten, dass man gar nicht anders kann, als sie ins Herz zu schließen, und sich für die Dauer des Films vorzustellen, man wäre Teil dieser wunderbaren Gemeinschaft.
Toll, einfach nur toll. Ich hatte eigentlich einen Film erwartet in dem ich durchgängig lachen kann. Nein, das war er nicht. Aber ich habe selten einen so tollen Film gesehen in dem Ernstes mit Humorvollem so gepaart war. Diese Autobiografie war so bewegend und gab einen tollen Einblick in das Leben von Hape Kerkeling. Vielen Dank dafür. Ich habe mich selten so gut unterhalten im Kino. Absolut sehenswert. Fazit: eine tolle Familie macht alles möglich.
Genial, der Junge (Hans Peter) spielt seine Rolle total autentisch. lustiger Film mit einigen traurigen Stellen. Würde ich auf jedenfall wieder schauen.
Vorweg, ich liebe HaPe. Mir fehlt er in der Medienlandschaft. Es war nicht alles lustig in seinem jungen Leben. Dennoch konnte mann schmunzeln, lachen und manchmal auch traurig sein. Bei dem kleinen Jungen hatte ich im Laufe des Films immer mehr das Gefühl, "ja, das ist er". Der Film erzählt eine Geschichte mit Höhen und Tiefen, mit lustigen Szenen und traurigen Szenen. Da wünsche ich mir nur eins, einen Fortsetzungsfilm von seinem weiteren Lebensweg.
Nach „Ich bin dann mal weg“ ein weiterer Film der sich mit dem Leben von Hape Kerkeling befasst, diesmal geht es um die Jugendjahre, genau genommen die Zeit Anfang der siebziger in denen das Leben des dort etwa 10 jährigen Hans-Peter durch einige grausame Schicksalsschläge durchgerüttelt wurde und wie er dabei seinen Humor als Waffe gegen die grausame Realität entdeckt und verwendet. Der Film ist indes überaus plotarm, aber das ist das wahre Leben meist. Dafür ist er eine große Liebeserklärung: an die Familie Kerkelings, eine handvoll feierwütiger, fröhlicher Arbeitergestalten die irgendwie alle auf ihre Weise sich im guten abmühen, ebenso ein aufarbeiten von tragischen Momenten und dem durchleben. Der Film hält erzählerisch zwar inne wenn er z.B. eine Beerdigung lange zeigt, greift aber den unfassbaren Kummer exakt auf und vermittelt ihn fast zu gut an den Zuschauer. Und es ist ein toller Darstellerfilm bei dem insbesondere der kleine Julius Weckauf in begeisternder Form aufspielt und die Zuschauerherzen für sich gewinnt. Vielleicht auch weil der Film nicht mit Gewalt darauf pocht daß hier eine Kerkeling Geschichte erzählt wird sondern die Hauptfigur für sich alleine steht.
Fazit: Trauriger Film mit lustigen Momenten und lebensechten Darstellern – absolut emotional und glaubwürdig!
Selten schafft es ein Film zu zeigen, wie nah Lachen und Weinen zusammen liegen. Caroline Link hat mit „Der Junge muss an die frische Luft“, einen sehr authentischen, lustigen aber auch traurigen Film geschaffen, der kaum ein Auge trocken lässt. Der Film erzählt sehr einfühlsam die Geschichte des jungen Hape Kerkelings. Die Hauptrolle spielt der heute 10 Jährige Julius Weckauf aus Jüchen mit einer erfrischenden Leichtigkeit. Die fröhlichen Jahre der Jugend bringen das Ruhrgebiet der 70er zum Strahlen. Vor allem Hapes große Familie sorgt immer wieder für viele humorvolle Einlagen. Die traurigen Erfahrungen in Bezug auf die Depressionen und den Tod der Mutter zerreißen einem fast das Herz, wenn der junge Hape versucht sie immer wieder aufzuheitern. Hauptdarstellerin Luise Heyer spielt die depressive Mutter so überzeugend, dass man das Gefühl hat den beiden in den gemeinsamen Szenen besonders nah zu kommen. Ein toller, emotionaler Film, der es auf sehr pietätvolle Weise schafft, die Themen Humor und Krankheit miteinander zu verbinden.