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Janko B
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4,0
Veröffentlicht am 16. März 2025
"Im Netz der Gewalt" ist wie eine lange Episode "Southland". Wer diese Serie - wie ich - mag, dem wird auch dieser Film gefallen. Man begleitet zwei Polizisten in ihrem Ford Crown Victoria in einer Nachtschicht durch Los Angeles. Die Kamera ist immer dicht am Fahrzeug und an den beiden Darstellern. Damit gelingt es Regisseur und Drehbuchautor Joel Souza eine realitische Atmosphäre zu schaffen, wo ich als Zuschauer recht schnell das Gefühl hatte, Teil des Teams zu sein.
Die Fälle dieser einen Nacht sind abwechslungsreich und reichen von skurril/lustig über tragisch/dramatisch bis hin zu handgreiflich/brutal. Wenn man bedenkt, dass der von Thomas Jane dargestellte Cop Ray Mandel diesen harten Job mehr als 25 Jahre macht, kann man den von ihm ausgestrahlten Zynismus durchaus nachvollziehen. Ob der Rookie Nick Holland, der von Luke Kleintank verkörpert wird, nach dem Ende seiner ersten Nacht, noch einmal in den "Crown Vic" einsteigen wird, lässt der Film am Ende bewusst offen. Der junge Mann hat in seiner 8-stündigen Schicht extrem viel erlebt und in dieser kurzen Zeit eine enorme Entwicklung durchlaufen.
Nach dem Ende des Films habe ich in jedem Fall "Southland" als Serie vermisst oder hätte mich gefreut, noch weitere Nächte (Folgen) mit den beiden Cops Ray Mandel/Nick Holland in den Straßen von L.A. zu erleben.
Polizeifilm der Extraklasse. Ganz hervorragende Unterhaltung auf höchstem Niveau, das intelligent die Grenzkonflikte einer abstumpfenden Polizeiarbeit auf den Straßen und den immer weiter verrohenden und irrer werdenden Kriminellen verbindet. Es geht hart zu Sache, und doch bleibt der Film glaubwürdig und ist nie reißerisch. Besser geht es nicht.