Nach der Erwartungshaltung und den Vorschusslorbeeren bin ich eher enttäuscht. Die Meisten beklemmenden Ereignisse der Geschichte leiten sich aus den kindgerechten Gesprächen innerhalb der Familien ab und werden eher angedeuten als aufgearbeitet. Gute Darsteller und eine einfühlsam erzählte Geschichte machen den Film gerade noch sehenswert.
Mich hat der Film einigermaßen enttäuscht, zu viel Schweizer Bergidyll, zu wenig deutlich wird die Problematik der Flucht ins Exil. Aber das Erlebte wird aus der Sicht von Julia (Judith) Kerr erzählt und für ein Kind in diesem Alter war das Erlebte wohl eher Abenteuer als bedrückendes Exildasein, vielleicht hatte ich eine falsche Erwartungshaltung.
Das Film ist in der Tat ein Meisterwerk. Selten hat mich eine deutsche Arbeit derart bewegt. Ein grosses Lob auch fürs Kamerateam, die entgegen der vorherrschenden Tradition diesmal exzellent und sehr professionell die Bilder ins Szene gesetzt haben. Danke für das Erlebnis.