Die Schauspielikone Jean Seberg (Kristen Stewart) hat Hollywood 1957 nach nur drei Filmen den Rücken gekehrt. Doch 1968 ereilt sie der Ruf Jean-Luc Godards, der Seberg unbedingt für seinen Film „Außer Atem“ haben will und sie nach Frankreich holt. Mehr als zehn Jahre nach ihrem letzten Streifen wird die moderne Amerikanerin mit dem markanten Kurzhaarschnitt wieder zum Superstar. Ihren neuen Film nimmt sie zum Anlass, um ein Comeback in Hollywood zu wagen. Doch neben ihrer Leidenschaft für die Schauspielerei bewundert sie auch die Aktivisten, die in den USA auf die Straße gehen, sich für Bürgerrechte einsetzen und ein Ende des Vietnamkriegs fordern. Als Jean auf dem Weg zurück in die Vereinigten Staaten ist, freundet sie sich mit dem Black-Power-Aktivisten Hakim Jamal (Anthony Mackie) an und macht noch im Blitzlichtgewitter auf dem Rollfeld ein Foto mit ihm und anderen Anhängern des Black-Panther-Clans. Der FBI setzt Jack Solomon (Jack O'Connell) auf die Schauspielerin an, der sie fortan auf Schritt und Tritt beobachtet.
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Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
2,0
lau
Jean Seberg - Against All Enemies
Ein Hollywood-Star im Visier des FBI
Von Björn Becher
Die weltweit gefeierte Schauspielerin Jean Seberg war 40 Jahre alt, als sie am 30. August 1979 (so zumindest das offizielle Todesdatum, sie wurde erst zehn Tage nach ihrem Verschwinden in ihrem Auto gefunden) starb. Offiziell war es ein Suizid, aber einer mit „ungeklärten Fragen“. Auf den Tag genau 40 Jahre später feiert das Biopic „Jean Seberg – Against All Enemies“ von Benedict Andrews („Una“) nun seine Premiere im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig. Der Regisseur und sein Autorenduo Joe Shrapnel und Anna Waterhouse („Niemandsland - The Aftermath“) illustrieren darin, wie der gnadenlose Überwachungsapparat der Bundesbehörde FBI unter Führung von J. Edgar Hoover die politisch aktive Schauspielerin in die Depression treibt. In einzelnen Szenen ist das auch eindringlich, vor allem dank der starken Hauptdarstellerin Kristen Stewart. Aber darüber hinaus gelingt es den Machern nicht,
Stimmige Biografie einer traurigen Lebensgeschichte. Sehr schon dekoriert und differenziert umgesetzt. Die Widersprüche und Ungerechtigkeiten des wahren Geschehens werden in einer spannend dramatische Handlung flüssig erzählt. Das lässt sich gut verfolgen und man leidet mit Jean. Sehr zu empfehlen!