Wer wenigstens Teile der 2000er in der Pubertät verbracht hat, oder älteren Semesters ist und schlicht ein Faible für Wohlfühlkomödien hat, kam einfach nicht an ihr vorbei: Die „Plötzlich Prinzessin“-Reihe verhalf Oscar-Gewinnerin Anne Hathaway zum Durchbruch, „Mary Poppins“-Darstellerin Julie Andrews zu einer neuen Generation an Fans und „Pretty Woman“-Regisseur Garry Marshall zu neuen Erfolgen in seinem letzten Karrieredrittel.
Darüber, welcher der beiden Filmspäße voller Flausch und peppig-launiger Musik der stärkere ist, können vor allem Millennials fürstlich streiten – für den Verfasser dieses TV-Tipps zumindest gibt es bislang nur einen guten „Plötzlich Prinzessin“-Film: Das Original! Heute, am 8. April 2025, läuft „Plötzlich Prinzessin“ ab 20.15 Uhr im Disney Channel. Alternativ könnt ihr die Teeniekomödie via Disney+ streamen:
Egal ob linear oder im Streaming: „Plötzlich Prinzessin“ ist ideal für eine geballte Portion 2000er-Nostalgie sowie als Vorbereitung für den bereits angekündigten dritten Teil. Und natürlich als Vorbereitung für die nächste Millennial-Debatte über den stärkeren „Plötzlich Prinzessin“-Film. Leute, enttäuscht mich nicht – Teil eins auf die Eins!
Darum geht es in "Plötzlich Prinzessin"
San Francisco: Die schüchterne, 15-jährige Amelia „Mia“ Thermopolis (Anne Hathaway) lebt in einer renovierten Feuerwehrstation, ist unsterblich in ihren Mitschüler Josh (Erik von Detten) verliebt und totale Außenseiterin. Rückenstärkung erfährt sie allein durch ihre exzentrische, langjährige Freundin Lilly (Heather Matarazzo) und Lillys älteren Bruder Michael (Robert Schwartzman). Eines Tages wird Lilly von ihrer Großmutter Clarisse (Julie Andrews) überrascht, zu der sie bislang keinerlei nennenswerte Bindung hatte:
Sie enthüllt, dass die Jugendliche eine Prinzessin und Thronfolgerin des kleinen Königreichs Genovien ist. Mia sträubt sich zunächst, am „Prinzessinnenunterricht“ teilzunehmen, doch durch gutes Zureden ihrer Mutter, der alleinerziehenden Künstlerin Helen (Caroline Goodall), und Joe (Héctor Elizondo), seines Zeichens Clarisses Chauffeur, gewöhnt sie sich an den Gedanken, blaublütig zu sein. Zumal ihr der Etikette-Unterricht neues Selbstbewusstsein verleiht...
Ein erstklassiger Karrierestart
Kein Wunder, dass Hathaway direkt mit ihrem Filmdebüt einen kometenhaften Aufstieg hinlegte: In „Plötzlich Prinzessin“ glänzt sie mit meisterhaftem komödiantischen Timing sowie einem beeindruckenden Balanceakt zwischen bockig-liebenswertem Teenager von nebenan und royaler Gravitas. Der charismatischen, ungeschickten Außenseiterin Mia gönnt man partout, es durch einen unerwarteten Statuswechsel ihren Peinigerinnen und Peinigern zu zeigen. Und wer stand bitte noch nie vorm Spiegel und dachte sich, wie viel einfacher es wäre, mit gewaltigen Geldressourcen nach schmeichelnder Kleidung Ausschau zu halten, statt sich mit dem behelfen zu müssen, was halt da ist?
Doch „Plötzlich Prinzessin“ bleibt nicht an dieser Oberfläche haften, sondern wächst über diese Prämisse hinaus: Ist Mia erstmal äußerlich und hinsichtlich ihres Benimms „prinzessinnenreif“, geht es in der ebenso flauschigen wie spritzigen Komödie um Empathie, Verantwortung, Selbsttreue und den Umgang mit unangebrachtem Druck von Außen. Und Hathaway gelingt es erstklassig, die „gewandelte“ Mia so zu spielen, dass sie gewachsen und verändert wirkt, aber in ihrem wahren Wesen konstant.
All das wird begleitet von einem schmissigen Soundtrack und bereichert durch ein punktgenau besetztes, restliches Ensemble – ganz vorne eine streng-liebevolle Andrews und der herzliche Szenendieb Elizondo. Und falls ihr euch fragt, was Hathaway aktuell neben der zweiten „Plötzlich Prinzessin“-Fortsetzung in der Pipeline hat, werdet ihr im folgenden Artikel fündig:
Anne Hathaway, Dakota Johnson und Josh Hartnett im düsteren "Nur noch ein einziges Mal"-Nachfolger: Erster Trailer zu "Verity" gezeigt*Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.