Bereits Mitte 2021 wurde bekannt, dass Chris Stuckmann an einem Filmprojekt arbeitet, kurz darauf wandte sich der bekannte YouTuber an das Publikum seines populären Kanals (aktuell über zwei Millionen Abonnent*innen) und verkündete zum Unmut einiger, dass er fortan auf Negativ-Kritiken zu Filmen verzichten und diese vielmehr rein analytisch besprechen werde. Dies löste unter den Fans seiner Reviews etwas Unmut aus, aber zugleich Neugier auf seinen Debütfilm - hier könnt ihr seine damalige Ankündigung anschauen:
Darum geht es in "Shelby Oaks"
„Shelby Oaks“ ist ein Horrorfilm, der sich um das unaufgeklärte Schicksal einer jungen Gruppe von YouTube-Kreatoren dreht. In vielgeklickten Videos hatten die ‚Paranormal Paranoids‘ mysteriöse Orte und die angeblich dahinter liegenden paranormalen Phänomen erkundet – bis ihr Besuch der verlassenen Geisterstadt Shelby Oaks in einer Katastrophe endete:
Drei der Hosts wurden wenige Tage nach Beginn des Drehs tot in einer Hütte aufgefunden, nur die vierte im Bunde, Riley (Sarah Durn), blieb vermisst. Auch zwölf Jahre nach diesen Geschehnissen kann Mia (Camille Sullivan) mit dem Verschwinden ihrer Schwester nicht abschließen und begibt sich eigenmächtig auf die Suche nach der Wahrheit.
Eine kleine Produktions-Odyssee
Am 3. Oktober 2025 soll „Shelby Oaks“ in den US-Kinos starten – bis dahin hat Regisseur Chris Stuckmann eine kleine Odyssee zur Finalisierung des Films hinter sich gebracht:
Mit einer Kickstarter-Kampagne konnte er im März 2022 mehr als eine Million US-Dollar für die Finanzierung des Films sammeln. Zudem wurde Regisseur Mike Flanagan, der unter anderem für Horror-Serien wie „Spuk in Hill House“ und „Midnight Mass“ bekannt ist, auf Stuckmanns Projekt aufmerksam und stieg mit seiner Produktionsfirma Intrepid Pictures als ausführender Produzent und Mentor ein.
Die Dreharbeiten endeten bereits im Juni 2022, doch der weitreichende SAG-AFTRA-Streik 2023 sorgte für Verzögerungen in der Post-Produktion. Erst 2024 war „Shelby Oaks“ – vorerst – fertig und Stuckmann konnte gleich zwei Meilensteine verkünden: Der Film feierte seine Weltpremiere auf dem Fantasia International Filmfestival in Montreal und die erfolgreiche Indie-Filmschmiede NEON, unter anderem für Hits wie „Longlegs“ und „Anora“ bekannt, sicherte sich die internationalen Vertriebsrechte an „Shelby Oaks“.
Weitere Verzögerung durch Feinschliff
Um Stuckmanns Regiedebüt, das nach seiner Weltpremiere gemischte Kritiken erhielt, etwas mehr Schliff zu verleihen, schoss Neon Geld nach, wie IndieWire berichtet: Ein dreitägiger Nachdreh mit Fokus auf die praktischen Effekte sollte dem Film etwas mehr Horror und Gore einflößen. Zudem erhielt die Endfassung einen neuen Schnitt durch Brett W. Bachmann, der als Editor schon an kleinen Indie-Juwelen wie „Mandy“ und „Pig“ mitgewirkt hat.
Wann man sich auch hierzulande von dem Endergebnis überzeugen und „Shelby Oaks“ anschauen kann, steht leider noch nicht fest. Doch in der Zwischenzeit lohnt sich ein Blick in folgenden, seit einigen Wochen in den deutschen Kinos laufenden Horrorfilm von einem ebenfalls zunächst auf YouTube bekannt gewordenen Regie-Duo:
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