"Superman"- und "Star Wars"-Star Terence Stamp ist tot
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.

Vor allem Superman-Fans dürften Terence Stamp ins Herz geschlossen haben, stand er doch sowohl für Richard Donners Kinofilme als auch für „Smallville“ vor der Kamera. Jetzt ist der Schauspieler im Alter von 87 Jahren gestorben.

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Terence Stamp ist tot. Wie die Agentur Reuters berichtet, ist der Schauspieler am 17. August 2025 im Alter von 87 Jahren gestorben. „Er hinterlässt – sowohl als Schauspieler wie auch als Autor – ein außergewöhnliches Vermächtnis, das die Menschen noch viele Jahre berühren und inspirieren wird“, heißt es in einem offiziellen Statement. Nähere Details zur Todesursache sind nicht bekannt, die Angehörigen des Schauspielers bitten dahingehend um Privatsphäre.

Das war Terence Stamp

Terence Stamp wurde am 22. Juli 1938 im Londoner Stadtteil Stepney geboren und besuchte die renommierte Webber Douglas Academy Of Dramatic Art in der englischen Hauptstadt, bevor er sich in den frühen 60ern bereits einen Namen am Theater machte – etwa mit den Titelrollen in den Bühnenstücken „Alfie!“ und „Dracula“. Gleichzeitig fasste er auch im Kino fuß, heimste für seine Darbietung des Seefahrers Billy Budd in „Die Verdammten der Meere“ (1962) prompt seine erste und letztlich auch einzige Oscarnominierung ein, bevor er für „Spiel mit dem Schicksal“ im selben Jahr an der Seite von Hollywoodlegende Laurence Olivier vor der Kamera stand.

Er galt einst sogar als heißester Anwärter für die James-Bond-Nachfolge von Sean Connery, bekam am Ende aber nie die Chance, den Kultagenten zu mimen. An ikonischen Rollen(angeboten) mangelte es Stamp im Laufe seiner Karriere aber dennoch nicht: Er arbeitete mit Ausnahme-Regisseuren wie Federico Fellini („Außergewöhnliche Geschichten“) und Pier Paolo Pasolini („Teorema - Geometrie der Liebe“) zusammen und wurde als General Zod in Richard Donners „Superman - Der Film“ und „Superman II - Allein gegen alle“ schließlich auch zum festen Bestandteil der Popkultur.

Die Geschichte des Mann aus Stahl ließ ihn nie ganz los, so gehörte er als Jor-El Jahrzehnte später auch zum Ensemble der Serie „Smallville“, in der er den Vater des von Tom Welling gespielten Kal-El gab. Weitere Comic-Verfilmung in Stamps Vita sind unter anderem die eher mäßige Marvel-Adaption „Elektra“ sowie der launige Over-the-Top-Kracher „Wanted“, darüber hinaus wurde er kurz vor der Jahrtausendwende auch Teil des „Krieg der Sterne“-Kosmos: In „Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung“ ist er als Oberster Kanzler der Galaktischen Republik, Finis Valorum, zu sehen.

In Komödien wie „Der Ja-Sager“ und „Get Smart“ konnte Stamp zudem immer wieder seine exzentrische Seite ausleben. Darüber hinaus zählt der Brite unter anderem zum Cast des Krimi-Spaßes „Murder Mystery“, von Edgwar Wrights Giallo-Hommage „Last Night In Soho“, von den Tim-Burton-Filmen „Big Eyes“ und „Die Insel der besonderen Kinder“ sowie dem kurzweiligen Thriller-Tipp „Der Plan“ mit Matt Damon und Emily Blunt.

Zuletzt stand eine Fortsetzung von „Priscilla - Königin der Wüste“ im Raum, der als Kult-Klassiker des Queeren Films gilt und Stamp unter anderem eine Nominierung bei den Golden Globes 1995 einbrachte. Nach dem Tod des Original-Hauptdarstellers ist unklar, ob das Sequel noch weiter in Betracht gezogen wird.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren