8 Jahre nach seinem Rauswurf bei "Bohemian Rhapsody": "X-Men"-Regisseur hat wieder einen Film gedreht – mit Oscar-Gewinner
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

Während des Drehs zum Queen-Biopic „Bohemian Rhapsody“ wurde Bryan Singer aufgrund mannigfaltiger Vorwürfe vor die Tür gesetzt. Jetzt, acht Jahre später, hat der „X-Men“-Regisseur wieder einen Film gedreht – und dieser könnte für Kontroversen sorgen.

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Als Bryan Singer im Dezember 2017 während der Dreharbeiten zu „Bohemian Rhapsody“ entlassen wurde, bedeutete dies zugleich das Ende seiner Hollywood-Karriere. Der Regisseur hatte zuvor mit „Die üblichen Verdächtigen“ sowie den beiden ersten „X-Men“-Blockbustern nicht nur ein Millionenpublikum begeistert, sondern auch die internationale Kritik überzeugt. Die Gründe für seinen Rauswurf beim Queen-Biopic waren indes vielgestaltig:

Einerseits soll Singer am Set äußerst unzuverlässig und teilweise abwesend gewesen sein. Zudem soll es erhebliche künstlerische Differenzen zwischen ihm und Hauptdarsteller Rami Malek gegeben haben. Schwerer wogen in der Öffentlichkeit aber die Vorwürfe sexueller Übergriffe gegenüber Minderjährigen, mit denen Singer bereits 2014 konfrontiert worden war. Im Zuge der #MeToo-Bewegung wurden diese Anschuldigungen 2017 erneut mit verstärkter medialer Aufmerksamkeit diskutiert – auch wenn das Studio offiziell betonte, dass sie für die Entscheidung keine Rolle gespielt hätten.

Bryan Singer hat wieder Regie geführt

Nun hat Bryan Singer überraschend wieder einen Film gedreht. Wie bekannt wurde, arbeitete er im Geheimen an einem neuen Projekt, das für reichlich kontroversen Gesprächsstoff sorgen dürfte. Laut einem Bericht des Branchenmagazins Variety realisierte Singer bereits 2023 in Griechenland einen Film, der sich mit der israelischen Besetzung des Libanon in den 1970er- und 1980er-Jahren auseinandersetzt und in der kommenden Award-Season eine Rolle spielen soll.

Damit liefert Singer, der seit einigen Jahren in Israel lebt, offenbar seinen eigenen filmischen Beitrag zum Nahostkonflikt – einem Thema, das nach dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 wieder mit voller Härte eskaliert ist. Beteiligt an dem Projekt ist auch Yariv Horovitz („Rock The Kasbah“), während Oscar-Preisträger Jon Voight die Hauptrolle übernommen hat. Eine Hollywood-Rückkehr ist das Projekt für Bryan Singer aber nicht. Sein neuer Film wurde unabhängig produziert.

Variety hat aber auch aus einer anderen Quelle erfahren, dass sich die Handlung, in der es eine Vater-Sohn-Beziehung im Mittelpunkt steht, möglicherweise auch einem Architekten folgt, der von Vergeltung getrieben ist. Singer sprach bereits 2023 mit potenziellen Investoren über mehrere Filme, die in Israel angesiedelt sein sollen. Es erscheint also sehr gut möglich, dass sein neues Werk der Auftakt für eine neue Karriere an einem neuen Ort.

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