
21 Spiele allein in der Hauptreihe, über 500 Millionen verkaufte Exemplare und eine gigantische treue Fanschar: „Call Of Duty“ ist nicht nur die wohl bekannteste, sondern auch die erfolgreichste Ego-Shooter-Reihe aller Zeiten und das dritterfolgreichste Videospiel-Franchise überhaupt (nur getoppt von „Mario“ und „Tetris“). Da grenzt es fast schon an ein Wunder, dass im Laufe des 22-jährigen Bestehens der Reihe noch keine Verfilmung das Licht der Welt erblickt hat, ist der schiere Action-Bombast durch verschiedenste Kriegsszenarien hinweg doch prädestiniert für einen krachenden Blockbuster.
Und tatsächlich wurde 2015 gar eine groß angelegte „Call Of Duty“-Adaption unter der Regie von „Gomorrah“- und „Sicario 2“-Macher Stefano Sollima angekündigt, die ein ganzes Universum starten sollte. Daraus wurde letztlich nichts, die eigens von Publisher Activision Blizzard für die Produktion ins Leben gerufenen Activision Blizzard Studios sind mittlerweile gar Geschichte (woran auch der hinter den Erwartungen zurückgebliebene „Warcraft“-Film seinen Anteil gehabt haben dürfte).
Nun aber deutet sich ein neuer Anlauf an, das Hit-Franchise auf die große Leinwand zu bringen. So befindet sich das hinter legendären Reihen wie „Mission: Impossible“- und „Star Trek“ stehende Studio Paramount aktuell offenbar in Verhandlungen um die Filmrechte an der „Call Of Duty“-Marke. Das geht aus dem für gewöhnlich sehr verlässlichen Puck-Newsletter hervor, der sich dabei auf zwei nicht näher benannte Quellen beruft.
Nach "Sonic"-Erfolg: Paramount plant mehr Videospielverfilmungen
Eine offizielle Ankündigung steht zwar noch aus, doch soll das Zustandekommen einer „Call Of Duty“-Adaption angeblich höchste Priorität bei David Ellison haben, dem seit dem kürzlichen Zusammenschluss von Skydance Media und Paramount Global neuen Chef des Konzerns. Demnach ist Ellison nach den erfolgreichen „Sonic The Hedgehog“-Verfilmungen aus dem Hause Paramount darum bemüht, noch mehr lukrative Videospiel-Marken ins Kino zu bringen.
Gerade erst hat sich Paramount im Zuge dieser Strategie und nach einem Deal mit der Produktionsfirma Legendary Entertainment auch den starbesetzten neuen „Street Fighter“-Film unter den Nagel gerissen, der ursprünglich von Sony vertrieben werden sollte. Mit „Call Of Duty“ hätte man nun sogar einen noch größeren Gaming-Fisch an der Angel, sollten sich die Berichte bewahrheiten und die Gespräche um die Rechte für Paramount erfolgreich ausgehen. In diesem Fall dürfte es dann schon bald eine offizielle Ankündigung und mehr Details geben.
Zweiter Weltkrieg, Moderne oder Zukunft?
Abzuwarten wäre dann nämlich auch, in welche Richtung ein (erster) „Call Of Duty“-Film gehen wird, sind die einzelnen Spiele der Reihe doch in verschiedenen Settings angesiedelt – vom Zweiten Weltkrieg über Kriegsschauplätze in der Gegenwart bis hin zu futuristischen Konflikten. Da der Fokus des Franchises mittlerweile auf den letzteren beiden Richtungen liegt, wäre ein Kriegs-Actioner in der Jetztzeit oder der nahen Zukunft wohl am wahrscheinlichsten, zumal auch der im November erscheinende neueste Teil der Reihe, „Call Of Duty: Black Ops 7“, einmal mehr diesen Weg einschlägt (mehr zum Spiel erfahrt ihr bei unserer Schwesterseite GameStar)
Bis es hier handfeste Infos gibt, dürfte es noch ein Weilchen dauern. Konkreter sieht es da schon bei der Adaption eines anderen Videospiel-Hits der jüngeren Vergangenheit aus. Wie sehr sich der Regisseur ins Zeug gelegt hat, um mit der Adaption betraut zu werden, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
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