200 Seiten als Bewerbung! So dringend wollte der "28 Years Later"-Autor beim neuen Fantasy-Blockbuster von George R.R. Martin mitmachen
Annemarie Havran
Annemarie Havran
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High Fantasy, Dark Fantasy, Science Fantasy und mehr: Annemarie ist als Fantasy-Expertin immer dann zur Stelle, wenn es um „Herr der Ringe“, „Narnia“, „Pans Labyrinth“, die Artus-Sage & Co. geht.

Mit 160 Seiten Drehbuch und 40 Seiten Illustrationen bewarb sich Alex Garland für die Regie von „Elden Ring“ – hätte er den Zuschlag nicht bekommen, wäre die ganze Arbeit umsonst gewesen. Welchen Einsatz er sonst noch zeigte, erfahrt ihr hier.

FromSoftware

Fans des bildgewaltigen Spiele-Hits „Elden Ring“ dürfen wohl zwischen Hoffen und Bangen zerrissen sein: Kann die Verfilmung der epischen und detailreichen Welt des preisgekrönten Games tatsächlich gerecht werden? Einer Tatsache können sie sich zumindest sicher sein: Regisseur Alex Garland ist mit jeder Menge Fachwissen und Herzblut bei der Sache ist!

Denn „Elden Ring“ ist für den Drehbuchautor von „28 Years Later“ und Regisseur von erstklassigen Sci-Fi-Meisterstücken wie „Ex Machina“ und „Auslöschung“ nicht einfach nur irgendein Job, den er angenommen hat – er hat sich selbst massiv dafür ins Zeug gelegt, um von Spielentwickler Hidetaka Miyazaki ausgewählt zu werden.

In einem Artikel des New Yorker wurde offenbart, dass Garland aus eigenem Antrieb einen 160-seitigen Drehbuch-Entwurf geschrieben hatte, um den Job des Regisseurs und Autors von „Elden Ring“ an Land zu ziehen. Und nicht nur das: Um seine Vision zu verdeutlichen, arbeitete er auch schon 40 Seiten an Illustrationen aus. Mit diesen 200 Seiten im Gepäck flog er dann nach Japan, um persönlich bei FromSoftware-Leiter Miyazaki vorstellig zu werden.

So oft hat Alex Garland "Elden Ring" schon gespielt

Dieser gab dem osarnominierten Filmemacher (für sein Drehbuch zu „Ex Machina“) schließlich seinen Segen – und den Fans des FromSoftware-Games die Hoffnung, dass eine geeignete Person am Steuer sitzt. Und dass Garland ein so umfangreiches Skript ausarbeiten konnte, kommt nicht von ungefähr: Er selbst hat „Elden Ring“ sieben Mal durchgespielt, erklärte er in einem Interview mit IGN. Ein echter Fan also, der mit der Materie eine Fülle an Erfahrung gesammelt hat.

Als Studio steht hinter der „Elden Ring“-Verfilmung übrigens A24, was Filmkenner*innen aufhorchen lassen dürfte, und zwar aus zweierlei Gründen. Zum einen, weil das Studio in den vergangenen Jahren zum Synonym für Qualitätsware geworden ist, mit Ideen, die nicht vom Fließband kommen – quasi die Antithese zum Blockbuster-Mainstream. Aus dem Hause A24 stammen zum Beispiel „Everything Everywhere All at Once“, „The Whale“, „Midsommar“, „Der Leuchtturm“ und „Der schwarze Diamant“.

Zum anderen ist genau das aber auch der Grund für das zweite Aufhorchen: Ein episches, sicherlich mit viel CGI-Spektakel gespicktes Fantasy-Abenteuer wie „Elden Ring“, das nicht ganz billig werden und eine umfangreiche Produktion erfordern dürfte, hat A24 noch nicht hervorgebracht. Für das Studio wird es mit Sicherheit das größte – und damit auch (finanziell) riskanteste – Unterfangen seit seiner Gründung 2012.

George R.R. Martin ist am Spiel und am Film beteiligt

Und was hat „Game Of Thrones“-Autor George R.R. Martin mit der ganzen Sache zu tun? Auch hier gibt es zwei Dinge zu nennen: Einmal ist Martin bekanntermaßen an der Erschaffung der Welt von „Elden Ring“ beteiligt gewesen. Hidetaka Miyazaki wollte unbedingt mit dem Bestseller-Autor zusammenarbeiten, und so entwarf Martin die Hintergrundgeschichte und die Mythologie von „Elden Ring“, was das Spiele-Franchise für Fans von „Game Of Thrones“ ganz besonders interessant macht. Und außerdem ist George R.R. Martin nun auch an der Verfilmung beteiligt – er ist Produzent bei Alex Garlands „Elden Ring“.

Für die Hauptrollen sind derzeit Kit Connor („Heartstopper“), Ben Whishaw („Skyfall“) und Cailee Spaeny („Alien: Romulus“) im Gespräch. Zur Handlung des „Elden Ring“-Films ist bisher noch nichts bekannt – es wird aber natürlich in die düsteren Zwischenlande, das geheimnisvolle und von Mythen durchdrungene Reich aus den Spielen, gehen.

Eine andere heiß erwarte Fantasy-Videospiel-Verfilmung ist Wes Balls „The Legend Of Zelda“, die am 6. Mai 2027 ins Kino kommt (im Gegensatz dazu hat „Elden Ring“ noch keinen Starttermin). Wer in die Rollen von Zelda und Link schlüpft, erfahrt ihr hier:

Nach "Super Mario Bros." kommt "The Legend Of Zelda": Darsteller für Link und Zelda enthüllt!

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