Als Snake Plissken in John Carpenters dystopischem Klassiker „Die Klapperschlange“ feierte Kurt Russell 1981 seinen großen internationalen Durchbruch, und nur ein Jahr später wirkte er in „Das Ding aus einer anderen Welt“ mit – einem weiteren Sci-Fi-Meilenstein. Im Anschluss blieb der „Fast & Furious“-Darsteller dem Science-Fiction-Kino erst einmal fern, doch in den 1990er-Jahren kehrte er gleich mehrfach zu dem Genre zurück:
So verkörperte er die Hauptrolle in Roland Emmerichs „Stargate“, der bekanntlich ein ganzes Franchise nach sich ziehen sollte (das bald reanimiert werden soll!). Außerdem spielte er in „Flucht aus L.A.“ – den John Carpenter für 10x besser hält als „Die Klapperschlange“, obwohl er am Box Office floppte – zum zweiten Mal seine Paraderolle des futuristischen Outlaws Snake Plissken. Und dann ist da noch „Star Force Soldier“, der unter der Regie des „Event Horizon“- und späteren „Resident Evil“-Machers Paul W.S. Anderson im Jahr 1998 in die Kinos kam …
… und dort eine gewaltige Bruchlandung hinlegte: Nicht einmal 15 Millionen US-Dollar konnte der Film (bei dem es sich übrigens um eine geheime Fortsetzung von „Blade Runner“ handeln soll!) weltweit in die Kinokassen spülen – und das bei einem Budget von 60 (!) Millionen!
Dazu kamen überwiegend negative Kritiken – die US-Website Rotten Tomatoes zählt etwa gerade einmal 17 Prozent an positiven Rezensionen. Während sich die Studio-Verantwortlichen angesichts dieses Ergebnisses die Haare gerauft haben dürften, hat sich der im Jahr 2036 angesiedelte Mega-Flop für Kurt Russell aber immerhin vollends gelohnt:
Der konnte für seine Verkörperung des emotionslos-brutalen Supersoldaten Sergeant Todd 3465, der ausgemustert wird und im Zuge dessen erstmals seine menschliche Seite entdeckt, nämlich satte 15 Millionen Dollar einstreichen. Diese nicht nur für damalige Verhältnisse stattliche Gage wird noch erstaunlicher, wenn man sie auf die Drehbuchzeilen umrechnet, die Russell im Film spricht:
Gerade einmal 104 (!) Wörter musste der „Backdraft“-Star für seine Rolle lernen – und erhielt somit fast 150.000 Dollar pro Wort! Natürlich ist das eine eher augenzwinkernde Rechnung, schließlich musste Russell dafür vollen Körpereinsatz zeigen. An ihm lag es jedenfalls nicht, dass „Star Force Soldier“ im Kino krachend scheiterte.
Mehr Erfolg hatte der Schauspieler mit einem Western, den er Gerüchten zufolge sogar heimlich selbst inszeniert haben soll. Mehr dazu erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Es wird immer ein Geheimnis bleiben": Kurt Russell soll heimlich einen der besten Western der 90er-Jahre gedreht haben*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.