„Und dann kam Dad“ läuft am heutigen 4. August 2025 um 20.15 Uhr auf Das Erste. Eine Wiederholung folgt noch in derselben Nacht um 1.25 Uhr. Zudem steht der Film bereits jetzt als Gratis-Stream in der ARD-Mediathek zur Verfügung. Darüber hinaus ist er als Blu-ray, DVD und kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:
Licht und Schatten
Die meisten Filmliebhaber*innen mögen den zweifachen Oscargewinner Robert De Niro wohl am liebsten in seiner Paraderolle als knallharten Mafioso. „Der Pate II“, „Casino“, „GoodFellas“ oder zuletzt „The Irishman“ und „The Alto Knights“ – der New Yorker ist auf diesem Gebiet einfach unschlagbar. Es ist aber nicht so, dass das Publikum ihn nicht auch gern in beinahe komplett konträren Parts sieht. Komödien-Hits wie „Silver Linings“, „Dirty Grandpa“ oder vor allem die „Meine Braut, ihr Vater und ich“-Reihe an der Seite von Ben Stiller sind dafür kassenträchtige Belege.
Der 2023 in die Kinos gekommene „Und dann kam Dad“ konnte sich da nicht einreihen. Denn er schmierte am Box-Office deftig ab – lediglich ärmliche 18 Millionen Dollar konnten weltweit eingespielt werden. Und das, obwohl mit „Sex And The City“-Star Kim Cattrall, Leslie Bibb („The White Lotus“), „Sledge Hammer“-Kultheld David Rasche und dem in den USA sehr populären Komiker Sebastian Maniscalco („Green Book“) ein eigentlich vielversprechender Cast dabei war, um an De Niros Seite vor der Kamera zu stehen.

Das Hauptproblem des von „Work It“-Regisseurin Laura Terruso inszenierten Schwanks ist das von dem die zweite Hauptrolle spielenden Maniscalco geschriebene Skript. Die Momente, in denen er sich auf seine Qualitäten als Stand-Up-Comedian verlässt, sind pointiert und witzig. Weshalb es in unserer FILMSTARTS-Kritik doch noch zu immerhin 2 von 5 Sternen reichte.
Lässt der Film allerdings die von Monologen oder Gesprächen mit dem seinen Vater gebenden De Niro geprägte Nähe zu Maniscalcos Bühnenshow hinter sich, geht viel Charme und Witz verloren. Das liegt auch daran, dass die restlichen Figuren unterentwickelt sind und die Lacher dann ausschließlich mittels Fremdscham- und Situationskomik generiert werden sollen. Was einfach zu selten gelingt.
Schaut sonst vielleicht lieber mal wieder in den thematisch ähnlichen, aber weit runderen „Meine Braut, ihr Vater und ich“ rein. Den gibt es bei den üblichen Anbietern für ein paar Euro als Video-on-Demand*.
"Und dann kam Dad": Das ist die Story
Sebastian (Sebastian Maniscalco) ist nun schon eine Weile mit Ellie (Leslie Bibb) zusammen. Da wird er erstmals von der steinreichen Familie seiner Freundin übers Wochenende eingeladen. Das fällt allerdings ausgerechnet auf den 4. Juli, den Lieblingsfeiertag seines verwitweten Vaters. Also kommt der etwas altmodische Salvo (Robert De Niro) einfach mit.
Der aus Italien stammende Friseur hat sich seinen bescheidenen Lebensstandard hart erkämpft. Ellies Familie dagegen suhlt sich seit Generationen in enormem Wohlstand. Ressentiments, Standesdünkel, Missverständnisse und generelles Chaos scheinen vorprogrammiert – weshalb Sebastian krampfhaft versucht, seinen Vater, seine Traumfrau und seine Schwiegereltern in spe unter einen Hut zu bekommen.
Übrigens ist aktuell ein drittes Sequel zu „Meine Braut, ihr Vater und ich“ in Arbeit. Was wir bisher über das Werk wissen, hat FILMSTARTS-Redakteurin und Komödien-Expertin Chantal Neumann hier für euch zusammengefasst:
25 Jahre nach Teil 1: Kult-Reihe mit Robert De Niro geht weiter – jetzt hat die Fortsetzung endlich einen Titel*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.