Bald belebt Liam Neeson mit „Die nackte Kanone“ eine beliebte Spoof-Reihe wieder – und somit auch das Genre der aufwändigen, prominent besetzten und leinwandfüllenden Verballhornung klassischer Polizei-Actioner. Wenn ihr euch auf den Neeson-Spaß einstimmen möchtet, könnt ihr das selbstredend mit der Original-Trilogie* mit Leslie Nielsen in der Hauptrolle, aber es gibt noch einen zusätzlichen Weg.
Denn mit „Chuck Steel: Night Of The Trampires“ fand nun nach langem Warten eine andere, durchgeknallte Persiflage auf 80er-Action ihren Weg ins deutsche Heimkino. Die mischt eine ordentliche Prise Horror-Parodie drunter – und haufenweise Knete! Denn die britische Produktion ist ein abstruses Stop-Motion-Projekt, das mit einer ähnlichen Freude an Provokation vorgeht wie die Marionetten-Actionsatire „Team America: World Police“.
„Chuck Steel: Night Of The Trampires“ ist seit wenigen Tagen im deutschen Heimkino als Limited Edition Mediabook erhältlich, und zwar in mehreren Cover-Varianten!
Die Mediabooks sind allesamt auf jeweils 222 Exemplare limitiert und nummeriert. Sie enthalten den Film, der 2018 seine Weltpremiere auf dem Annecy International Animation Film Festival feierte, auf DVD sowie Blu-ray. Als haptisches Extra gibt es ein Booklet, zudem sind auf den Scheiben als Bonusmaterial ein Blick in die Entstehung des Trickfilms und ein Kurzfilm enthalten.
Für Regisseur und Autor Mike Mort begann das Projekt bereits vor über 20 Jahren: Im Interview mit Fangoria verriet er, dass er den ersten Drehbuchentwurf 2001 verfasste. Darauf folgten für ihn lange, zehrende Jahre, in denen er die Finanzierung für das Projekt zustande zu bringen versuchte, und letztlich eine partielle Überarbeitung seines Skripts.
Bei der letztlichen Umsetzung konnte sich Mort, der zeitweise für die „Wallace & Gromit“-Schmiede Aardman Animation tätig war, auf andere Trickfilm-Profis verlassen – darunter Produktionsdesigner Phil Lewis („Chicken Run“) und Kamerafrau Laura Howie, die unter anderem an „Shaun das Schaf – Abenteuer auf Mossy Bottom“ und „Guillermo Del Toros Pinocchio“ mitwirkte.
Das ist "Chuck Steel"
Was, wenn eine hypermaskuline Antwort auf die Helden aus Buddy-Cop-Filmen wie „Lethal Weapon“ in einen obskur-durchgeknallten Horrorfilm stolpern würde, wie ihn Sam Raimi zu Zeiten von „Tanz der Teufel 2“ ersonnen hätte – und all das in Knetform? Dann würde wohl so etwas wie „Chuck Steel“ entstehen: Der wortkarge, knallharte Cop Chuck Steel versteht sich ganz klar als den besten Polizisten seines Reviers.
Doch als trashige, vampirähnliche Wesen die Partyszene von Los Angeles zwischen die Zähne kriegen, kommt selbst er an seine Grenzen. Allein ein verrückter, alter Mann namens Abraham Van Rental scheint dem zynischen Anti-Helden helfen zu können, diesen blutigen, ekligen Fall zu meistern...
Und wenn ihr nach „Chuck Steel“ zum Runterkommen etwas mainstream-tauglicheren Slasher-Kult benötigt, ist unser nächster Heimkino-Tipp genau das, was ihr euch verschrieben habt:
Horror-Highlight im Heimkino: Slasher-Kult feiert pünktlich zum Kinostart der Fortsetzung Comeback*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.