Stephen King ist nicht nur der ungekrönte König des Horrors, sondern auch jemand, der kein Blatt vor den Mund nimmt – besonders wenn es um Filme und Serien geht. Ob er nun begeistert ist oder die Hände über dem Kopf zusammenschlägt: King teilt seine Meinung offen, auch zu Adaptionen seiner eigenen Werke. So verriet er einmal, welche Verfilmung er für die beste aller Zeiten hält – nannte aber auch Klassiker wie „Shining“ oder „Christine“ schlichtweg „langweilig“.
Gerade bei einem so produktiven Autor wie King – dessen Werke oft als Vorlage für Kurzfilme, Serien und Blockbuster dienen – schwanken die Adaptionen stark in ihrer Qualität und Treue zur Vorlage. Viele basieren auf Kurzgeschichten, die filmisch erst einmal ergänzt und ausgebaut werden müssen. Doch eine Verfilmung ging aus Kings Sicht derart in die falsche Richtung, dass er sogar juristisch dagegen vorging.
Stephen Kings Klage gegen die Verfilmung
Die Rede ist von „Der Rasenmähermann“ (1992) mit Jeff Fahey und Pierce Brosnan. Ursprünglich ein eigenständiger Sci-Fi-Film mit dem Arbeitstitel „Cyber God“, entschied sich das Studio New Line Cinema, einige oberflächliche Elemente aus Kings gleichnamiger Kurzgeschichte zu integrieren – und vermarktete den Film kurzerhand als „Stephen King's The Lawnmower Man“.
Das Problem: Mit Kings Geschichte hatte der Film inhaltlich fast nichts zu tun – abgesehen davon, dass irgendwo jemand einen Rasenmäher benutzte. King war empört und klagte erfolgreich gegen das Studio, ließ seinen Namen aus dem Titel entfernen und bekam eine Entschädigung von mehreren Millionen Dollar zugesprochen.

Zum Vergleich: In Kings ursprünglicher Geschichte geht es um einen mysteriösen Rasenmähermann, der wortwörtlich hinter dem Mäher herkriecht und Gras frisst – mit tödlichen Konsequenzen für seinen Auftraggeber. Der Film dagegen erzählt von einem Wissenschaftler, der mithilfe von Drogen und virtueller Realität aus einem geistig eingeschränkten Gärtner ein überintelligentes, gefährliches Wesen macht, das sich blutig rächt.
Übrigens ist auch Stephen King nicht von allen seinen Werken überzeugt. Eines seiner Bücher hasst er regelrecht und an der Verfilmung lässt er auch kein gutes Haar. Mehr dazu erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Ein schreckliches Buch": Stephen King hasst seinen eigenen Roman – und die Verfilmung findet er sogar noch schlimmer!